Ich war in diversen Medien-Unternehmen für den Online-Bereich verantwortlich. Zuletzt habe ich das Newsportal watson mit aufgebaut. Seit Oktober 2016 berate ich Unternehmen in digitalen Belangen.

 

Web 1.0: Die frühen Anfänge

Olaf Kunz @work.
Olaf Kunz im Newsdesk.

Seit 1998 bin ich im und für den digitalen Wandel aktiv. Meine Funktion als einer der ersten Online-Redakteure Deutschlands überhaupt war der Aufbau von suedkurier.de. 

Dies übrigens zu einer Zeit, in der es weder CMS, Scanner oder Photoshop gab (Interview dazu >>).

Dennoch wurde das Online-Angebot schon bald rege genutzt. Insbesondere die Foren haben User weit über die Region hinaus angelockt. Daneben hat die Verlagsgruppe von Holtzbrinck, zu der die Regionalzeitung Südkurier gehörte, unter meiner Mitwirkung erfolgreich mehrere Portale am Markt platziert. Unter anderem gutefrage.net.

Nach fast 10 Jahren Web-Pionierarbeit hatte ich Lust, mich noch stärker für die Entwicklung einer nationalen Marke zu engagieren. So führte mich der Weg in die Schweiz.

Web 2.0: Community und Apps

Von 2007 an habe ich bei 20 Minuten Online das Community-Ressort geleitet.

Innerhalb von 4 Jahren hat sich das klassische News-Angebot im Web zur grössten Mitmach-Community der Schweizer Medienlandschaft gemausert. Daneben entwickelte es sich zu einer der am meisten zitierten Online-Meinungsforschungs-Einrichtungen des Landes (Interview dazu >>).

Die Reichweite hat sich in dieser Zeit vervielfacht. Ende 2013 hatte 20 Minuten Online bei Unique Clients, Visits und Page Impressions einen deutlichen Abstand zu allen anderen News-Plattformen des Landes. Ganz wesentlich dabei war, dass wir früh auf mobile Nutzer setzten. Bei der Themenwahl wurde immer mehr ins Kalkül zogen, zu welchen Zeiten Mobile-User welche Art von Inhalten wollen.

Jedoch: In der DNA der Redaktion mit Print-Anschluss ist das klassische Storytelling stark verankert. Es herrscht die Denkweise „Ich schreibe mal eine Geschichte“. Schliesslich müssen die Inhalte ja sowohl für Online-Medien, als auch für die Zeitung funktionieren. Gedruckte Medien schränken bei der Wahl der Mittel jedoch stark ein. Listicles, Videos, Gifs oder WhatsApp-Chats scheiden von vornherein als Erzählformen aus. Doch gerade diese haben virales Potenzial. Somit war für mich klar: Meine nächste Station wird ein Online-Only-Medium.

 

Web 3.0: Mobil und sozial

Ab Herbst 2013 habe ich das Team um Hansi Voigt beim Aufbau des Schweizer Newsportals watson unterstützt.

Als Mitglied der Chefredaktion beschäftigte ich mich vor allem mit Content Marketing. Konkret mit der Frage: Wie kommen Inhalte zu den Usern? Ich habe eine Social-Media-Strategie für die watson-Redaktion entwickelt. Kern war, dass jedes Ressort sich auf ausgewählte thematische Schwerpunkte konzentriert. Zu diesen wurden spezifische Fanseiten aufgebaut. Damit konnten ausserdem Keywords für SEO gut bewirtschaftet werden. Der Kern: „Jede Autorin und jeder Autor ist selber für Content Marketing verantwortlich.“

Als Konsequenz davon entstanden etliche äusserst reichweitenstarke Seiten. Zum Beispiel „Ich bin nur der Mitbewohner meiner Katze„. Diese ist mit über 430’000 Fans die grösste Cat-Community im deutschsprachigen Raum überhaupt. Miau 🙂 Doch auch Geschichte ist mit rund 30’000 Fans eine beachtliche Fanseite.

Gleichzeitig war ich für Native Advertising verantwortlich (hier ein Interview zum Thema >>). Unter anderem habe ich mehrteilige Native-Kampagnen für AXA Winterthur, Economiesuisse und Coop koordiniert.

Olaf Kunz referiert über Native Advertising und gibt Tipps dazu.
Native Advertising und Glaubwürdigkeit sind kein Widerspruch: Olaf Kunz referiert über Qualität von Online-Medien.

Ende Oktober 2016 habe ich watson verlassen. Der Grund ist, dass ich mein Wissen im Zusammenhang mit digitalen Medien für Unternehmen und Organisationen einsetzen möchte.

Daneben bin ich übrigens weiter als freier Dozent an verschiedenen Hochschulen und Instituten im Einsatz. Und neuerdings auch als Start-Up-Coach.

 

Web 4.0: Technische Infrastruktur für Journalismus

Darüber hinaus brüte ich mit mehreren Mitstreitern derzeit darüber, was Journalismus künftig braucht.
Ich bin überzeugt, dass die kommenden 3 Jahre grosse Veränderungen mit sich bringen. Künstliche Intelligenz und Big Data werden Schlüsselfaktoren. Neue Medienmarken werden entstehen, aber auch weitere Social-Media-Plattformen. Somit dreht sich insbesondere für Inhalte-Ersteller vieles um die Frage, wie wird Content Distribution künftig funktionieren. Und welche Kanäle werden relevant. Hierzu stehe ich im Austausch mit Medienschaffenden sowie mit Forschungseinrichtungen und Vertretern von Google und Facebook.

 

Und was kann ich für dich tun? Erzähl mir von deinem Projekt und ich sage dir, wie ich dich konkret unterstützen kann, so dass du maximal davon profitierst. Schreibe mir >>